22 Februar 2006

Alle Jahre wieder

Da unser Institutsgebäude so eine bemerkenswerte Architektur aufweist und ich ab und zu eine Zigarette rauchen gehe oder mir einen Kaffee mache, kann ich aus unserer Arbeiterküche fast sämtliche Büros des benachbarten Flügels beobachten. Und so bestaunte ich heute wieder die Emsigkeit des Datenbanklehrstuhls. Die Drittsemester haben heute ihre schriftliche Klausur in Compilerbau geschrieben.

Auszug aus dem Prüfungskalender:
Praktische Informatik 3 (D)
22.02.2006, 09-13 Uhr

Ich bin mir sicher, daß diese Klausur heute nacht noch korrigiert vorliegt. Vollständig! Man munkelt, die bestellen sich sogar Pizza, sodaß sie nicht verhungern. Und wie vor zwei Jahren sitzt sogar der Lehrstuhlinhaber, Prof. Freytag, korrigierend vor einem Stapel Klausuren. Hochachtung!

Ich werde zwar heute nicht fertig, aber ein Großteil der Testfälle zur Prüfung der Datentypen in SDL ist geschrieben.

Anm: Aus sicherer Quelle ist mir zugetragen worden, daß es zu keiner Pizzabestellung kam. Die Leute mußten also hungern! Und das bis halb zehn Uhr abends.

Kaffee

Es gab Zeiten, in denen ich mir täglich bestimmt drei Kaffees gekauft habe. Je Kaffee ein Euro zwanzig. Das macht Summa summarum drei Euro sechzig pro Tag. Gut, die haben dann auch gut geschmeckt, aber bei angenommenen 16 Unitagen macht das nach Adam Riese und Eva Zwerg 57,60 EUR im Monat. Schock! Ich seh die Höhe des Betrags zum ersten Mal! Seit knapp zwei Monaten steht eine Tüte Kaffee der Marke Tchibo im Kühlschrank der Arbeiterküche. Die hat mich vielleicht fünf Euro gekostet. Den Vergleich möchte ich garnicht weiterführen! Auf jeden Fall werde ich keinen Chemiekaffee trinken, so wie das ein Kollege macht, der ab und an keine Lust auf den Espresso aus der tollen Espressomaschine hat. Weiter gehts..

Zeit

Irgendeine Uhr geht hier falsch. Aber ich habe jetzt keine Zeit, dem Mysterium auf den Grund zu gehen.